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Posts

Es werden Posts vom Januar, 2011 angezeigt.

Häkeln ist für mich...

wie Autofahren, ich kann es, wenn es absolut sein muss, sowohl am Steuer als an der Häklenadel habe habe ich  zu wenig Routine, um es mit Hingabe zu tun, so dass ich es am liebsten anderen überlasse.   Dieser nichts verhüllende Sommertop ist ein "altes " Familienstück und fiel mir in die Hände, weil er einfach perfekt zu dem bestickten Rosentüll passt, ja, Christa , ich schwärme immer noch. Ich bin kein Fan von gemixten Strick-Häkelsachen, für mich entweder /oder. Ein Strickpulli mit Häkelborte wirkt auf mich wie eine Obstschale mit Orangen und Tomaten oder ein Blumenbeet mit weißen Geranien neben rosafarbenen. Ich mag es, wenn Materialien sich gegenseitig verstärken. Wie Wolle und Stoff zum Beispiel Dieser, mit wirklich schweren Rosen recht wie links bestickte Stoff ist in seiner Schönheit nur schwer zu beschreiben, ich weiß auch nicht, ich welchen Heiligen Hallen von Sankt Gallen  - Christa diesen Schatz erstanden hat. Ich bin jedenfalls sehr glücklich über den Zufa...

Rose of England 6 und eine sti(e)lvolle Leserin

Halbzeit für die Rundumbordüre, die eigentlich doch Spaß macht, da kraus rechts gestrickt,  ist sie rechts und links tragbar. Im Nachhinein bin ich froh, angestrickt zu haben, denn die Naht, hätte am Kragen, der nach außen fällt, gestört. Glücklicher Zufall, der Kragen verdeckt teilweise die großen Löcher. So langsam wird sichtbar, dass es eine Jacke wird, die Ärmel setze ich beim nächsten Mal (oh,je), höher an.. Eigentlich hoffe ich, dass sich dieses Strickexperiment, doch noch als tragbar herausstellt. Gefreut habe ich mich in diesem Zusammenhang auch über einen ersten kritischen,  anonymen Kommentar unter meinem letzten  Rosenpost , dort schreibt eine leider namenlose Leserin: " "...wir leben doch in der gegenwart und da ist wie es ist viel zu erdrückend gut jedemgefällt etwas anderes na schade nicht mein Stiel " . Ich habe an der Rechtschreibung mal nichts geändert (meine hat nach  16 Jahren Holland auch sehr gelitten), denn hier liegt der erste Grund, warum ich...

Ich gebe mir keine Mühe mehr...,

sondern habe lieber Geduld. Sobald ich etwas mit Mühe tue, erstickt meine Hingabe, etwas wird mühselig und schwer. Schon die Wort MÜHE und GEDULD klingen so verschieden, wie ihre Bedeutung.  Mühe, beinhaltet für mich eine gewisse Angst vor dem Misserfolg und wohin führt die Angst vorm Misserfolg... zum Misserfolg, bei mir zumindest. Geduld dagegen, hat etwas mit Vertrauen in mich selbst zu tun. Ein Kind lernt. Mit der Zungenspitze zwischen den Lippen, lernt es angestrengt und konzentriert. Auf Anhieb klappt es nicht, auch nicht beim zweiten Mal. Fragender Blick und die Antwort der Mutter:"Gib dir doch mal mehr Mühe!", im Sinne von... kannst du es denn immer noch nicht, das wird ja nie was. Welch scharfen, vorwurfsvollen Unterton hat diese Antwort. Sagt die Mutter jedoch:"Hab doch ein wenig Geduld.", klingt ihre Stimme weich und sanft, ja fast tröstend, im Sinne von das wird schon. Geduld hat man, in Geduld kann man sich üben. Mühe kostet es, Mühe kann uns gar ni...

Rose of England 5 oder The never ending edging

Jetzt ist Geduld gefragt, 40 cm Rundumbordüre in zwei Tagen und am schwersten fiel mir die Überwindung, damit endlich anzufangen. Man baut da selbst seine Barrikaden und sieht eine meterlange, langweilige Arbeit vor sich, die wenig Abwechslung bietet, ohne die jedoch ein Strickstück, kein Ganzes formt und niemals fertig wird.   Ich verwende die Originalbordüre der Honeysuckle Jacke  von Sarah Hatton. Dort wird die Bordüre apart gestrickt und dann angenäht, Petra (bloglos) und meine eigene Ungeduld haben mich davon überzeugt, den Rand doch anzustricken und mir damit gleichzeitig Annähen und Abketten zu ersparen.   Hier links die Rückseite und rechts  Vorderseite, das gute an der Bordüre, sie ist rechts wie links "tauglich", denn letztendlich wird sie wie eine Kapuze umgeschlagen und wird Innen - Außen. Ich musste lediglich umdenken, denn Hinreihen der Anleitung, werden beim Anstricken Rückreihen und umgekehrt. Aber wenn ich mal eine Pause brauche, ...

Türen sind Gesichter

Türen sind Grenzen zwischen Kommen und Gehen. Wächter über Abschied und  Willkommen Hier in Frankreich keine frisch lackierten, blankgeputzten Eingänge zu einer heilen Welt? Nur ungern  werden Türen ersetzt und verletzt in ihrem Gesicht voller  Spuren und Narben der Zeit. Wie oft wurde eine Braut über diese Schwelle geführt, wie oft setzten Freunde hier ihren Fuß? Wir viele  Särge wurden durch diese Tür hin zum kleinen Dorffriedhof getragen?  Und dort stieß ein junger Vater die Wiege seines ersten Sohnes gegen das Holz. Männer zogen  durch diese Tür hindurch in den Krieg und kehrten durch  sie zurück oder wurden dahinter beweint. Man erhoffte sich Glück und wartete auf Post...Das Haus hinter dieser Tür, gibt es schon lang nicht mehr... Doch mein Weg in den Wald führt mich tagtäglich an seinen Resten vorbei.   Die tragen sie nicht nur die Spuren der Zeit, sondern sind stille Zeugen längst gelittenen Leides und lang verflogenen Freuden,...

Rosenpause in Rosenholz

Nach sehr intensivem Stricken an der Rose of England, brauchte ich  mal eine kleine "Rosenauszeit". Mit diesem Tausendschön Garn, hatte Karin mich überrascht und ich sehe "diesen Materialfreak" in Gedanken vor mir, wie sie die Stränge auf der Messe befühlt und "beschmust", bevor sie als Geschenk für würdig befunden wurden. Für mich steht diese TAUSENDSCHÖN Merino extrafeine Sockenwolle absolut in der Top 5 meiner Lieblings-Wolle. Die Farbe wird als "Haselnuss" umschrieben, auf dem Foto ist die Farbe annähernd gut getroffen und für mich ist es definitiv "Rosenholz", denn in Haselnuss sehe ich mehr OrangeBraun. Das Garn ist einfach super verzwirnt und besteht aus unzähligen Fäden, ist also wirklich xxx fach und viel zu schade für "Fußgaragen", darum sollte es auch ein Tuch werden. Die Lazy Katy von der Woll Lust , ein kleines Tuch mit abweichender Form. Das Tuch strickt sich wirklich leicht, die Anleitung ist wie immer sehr v...

Ich lebe als Dilettant

Ein kritischer Blick auf mein Selbstgemachtes, zeigt, bei mir keine schnurgeraden Nähte, kein Tuch ohne Fehler, keine perfekte Socke, bleibe ich ein ewiger Dilettant? Vielleicht, vielleicht sogar gern. Irgendwann begann für mich das Lernen aufs  Neue. Ich lernte mehr Blumen kennen als nur die ewig rote Nelke, ich lernte sie binden und pflanzte sie in einen Garten, der damals noch keiner war, er wuchs unter meinen Händen, wie meine Leidenschaft und mein Wissen. Ich lernte mich auf dem Rücken eines Pferdes tragen zu lassen, ritt durch den Wald, vergaß Zeit und Raum und schloss die Augen, um blind zu vertrauen. Ich lernte zeichnen und Farben zu mischen, bis sie zu Formen verschmolzen. Ich habe gelernt, Töne zu spielen und habe gespürt, wie sie in meinem Körper ewig weiter klingen.  Aber in all dem, blieb ich ein Dilettant, ein anonymer Amateur, der seine Fehler zu Charme erhebt. Vor Wochen schrieb mir jemand, "du musstest in deinem Leben um...

Rose of England 4

Der große Kreis ist fertig, um einen kleinen Eindruck davon zu bekommen, wie das Ganze sich entwickelt, habe ich mehrere Knit Pro Seile mit diesen Verbindungsstücken verknüpft. Liebe Hilda , eigentlich hätte ich nie gedacht, dass mir dieses Teil noch so nützlich sein wird, Seile habe ich eigentlich genug, aber auch ein Man muss das Ganze wirklich gut fest schrauben, aber da sich die Schlüssel in entgegengesetzte Richtung bewegen, keine Gefahr, dass die mehr als 700 Maschen ins Nirgendwo rutschen. Mit dem Rosentüll unter der Jacke, fallen die Löcher, an denen ich mich doch störe, weniger auf. Hier sieht die Rose ein noch ziemlich zerknittertes "Gesicht"aber, an das Spannen will ich vorerst nicht denken. Hier eine halbe Vorderansicht, mir gefällt die gebogene Linie, ob die Höhe der Ärmellöcher stimmt, wird sich zeigen. Rundum wird noch eine Bordüre gestrickt, so dass die Jacke noch mehr Weite bekommt. Falls sie zu groß wird, kuschele ich mich eben doppelt rein. Den letzten ...