Der Körper ist die Übersetzung der Seele ins Sichtbare.
-Christian Morgenstern-
Wenn unser Körper unsere Seele WIEDER SPIEGELT und nicht WIDER SPIEGELT, dann steht damit fest, dass nicht nur Nahrung und Bewegung unser Äußeres bestimmen, sondern auch, die bewusste oder noch viel wichtiger, unbewusste Einstellung zu ihm.
Leider haben wir verlernt, unseren Körpers zu verstehen, wir hören nicht auf ihn, wenn er uns leise fragt, unser Leben gesünder einzurichten, anders zu essen und zu trinken, uns mehr zu bewegen, wir überhören sein Geflüster, bis es Schreie werden, die wir nicht mehr überhören können, da sie uns Schmerzen bereiten.
Nehmen wir unseren Körper eigentlich bewusst wahr oder begegnen wir ihm mit Zorn und Unzufriedenheit beim Vorbeigehen im Spiegel?
Lieben wir ihn für seine treuen langen Dienste oder bemerken wir erst, dass es ihn gibt, wenn er uns mit Schmerzen und Krankheiten mahnt:" Hallo, ich bin auch noch da, könntest du vielleicht ein wenig vorsichtiger mit mir umspringen, ich bin auch nur aus Fleisch und Blut!"
Sind es nicht die leisen Töne im Leben und im Umgang mit Mensch, Tier und unserem eigenen Selbst, für die wir taub sind oder am liebsten überhören?
Dabei flüstern wir doch unserem Liebsten süße Worte ins Ohr, flüsternd beruhigen wir ein Baby, flüsternd teilen wir Geheimnisse.
Flüstern drückt Vertrautheit, Intimität und Verbundenheit, sogar Zärtlichkeit und Liebe aus, können wir dann nicht auch flüsternd unseren Körper beeinflussen?
Begeben wir uns auf eine Reise des Wiederfindens, kein Vornehmen in Richtung von Abnehmen und Diäten, sondern ein sanfterer Umgang mit einem geliebten Wesen, das uns umhüllt, unser Äußeres kennzeichnet und das es verdient geliebt zu werden.