Am Samstag -vor dem vierten Advent- wurde der kleine Trompetenengel Jolie zum großen Posaunenengel gerufen. 
"Kleiner Jolie, du bekommst von mir eine sehr wichtige Aufgabe, vielleicht sogar die Wichtigste vor dem Heiligabend."
Jolie zitterte, große Aufgaben war er gar nicht gewöhnt, er lernte eigentlich nur seit einem Jahr das Tropetenspiel auf seiner silbernen Trompete, der große Posaunenengel war sein Lehrmeister…
Dieser sagte nun zu Jolie:" Du wirst heut Abend auf die Erde fliegen und das Signal zum Anzünden der vierten und letzten Adventskerze blasen."
Nun zitterte der kleine Engel erst recht, blies er zwar sauber und klar auf seiner Trompete, aber sein Atem war noch lange nicht ausreichend genug, für einen Trompetenschall, der über der ganzen Welt die Kerzen brennen lassen sollte und wenn die letzte Adventskerze nicht brannte, dann müsse ja Weihnachten ausfallen, oh, welche Verantwortung.
Darum flehte er den großen Posaunenengel an, ihm einen anderen Auftrag zu geben, aber alles Flehen half nichts.
"Vielleicht ist diese Aufgabe ein wenig zu groß für dich, aber denke immer daran, gerade an den zu großen Aufgaben wachsten wir, denn wir wachsen zu ihnen hinauf, kleiner Engel."

Da flog Jolie zur Erde und sah all die großen Kerzen, die es galt anzuzünden und er zweifelte, in welche Richtung er es zuerst schallen lassen sollte.
.JPG)
Eine zarte Stimme neben ihm flüsterte: "Du bläst nach links und ich nach rechts, so schallt es rund um die ganze Welt", neben Jolie stand Julie, der erste und bester Trompeter des Nachwuchs -Engelorchesters.

Gemeinsam gaben sie ein wundervolles, silbern schallendes Trompetenduo und genau zu Mitternacht entflammten tausende Kerzen auf der ganzen Welt, in den Häusern wurde es heller und wärmer, dank sei dieser beiden kleinen Engel, die sich schnell beim Posaunenengel zurück meldeten.
Zufrieden lächelt der ihnen zu und sagt:" Ich bin sehr stolz auf euch, seht ihr, wie wichtig auch der kleinste Engel ist, nun ruht euch aus. Ein samtenes Kissen liegt für euch bereit, Frau Holle hat es gerade ausgeschüttelt, damit es auf der Erde tüchtig schneit (in der Fadenstille liegt schon fast 30 cm), schlaft jetzt und beim nächsten Mal zweifelt nie an euren Trompetenkünsten, auch wenn euer Atem noch etwas schwach ist, der silberne Klang eurer Instrumente erreicht vielleicht nicht die Ohren, aber die Herzen der Menschen."

Allen Lesern wünsche ich einen an Besinnlichkeit, Ruhe und Zufriedenheit - alles übertreffenden- 4. Advent ...aus der

